Ortserneuerung Faulbach - Breitenbrunn
Ortserneuerung Faulbach - Breitenbrunn

Gewerbe / Industrie

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Thema

Industrie/Gewerbe

Teilnehmer

18

Ort

Rathaus Faulbach

Zeit

19.30-22.00 Uhr

 

Am 01.12.2014 fanden sich 18 Teilnehmer im Sitzungssaal des Rathauses Faulbach ein. Darunter befanden sich 14 Gewerbetreibende, sowie Herr Bürgermeister Hörnig, sowie vier Gemeinderäte.

 

Die offizielle Eröffnung wurde durch Herr Hörnig vorgenommen, daraufhin übernahm Herr Müller, der zuständige Architekt der Dorferneuerung die Moderation dieser Sitzung.

 

Herr Müller erklärt zu aller erst, dass zwar die Dorferneuerung das Thema Industrie/Gewerbe aufnimmt, aber dieses nicht die höchste Priorität hat. Vielmehr beeinflusst die Dorferneuerung die Gewerbe- und Industrielandschaft in Faulbach. Deshalb sollte in dieser Sitzung die Meinung der anwesenden Gewerbetreibenden eingeholt werden, was Sie sich von der Dorferneuerung erhoffen: Wo drückt der Schuh?

Wo will Faulbach im Jahre 2030 stehen?

 

Bevor die Diskussion mit diesen Sichtworten eröffnet worden ist, erfolgt eine Vorstellungsrunde der anwesenden Personen.

 

Bei dieser Vorstellungsrunde zeigte sich, dass das Spektrum über 1-Mann Betrieb bis zu einer Werbeagentur mit über 50 Mitarbeitern abgedeckt worden ist.

Weiterhin wurde festgestellt, dass kein Industriebetrieb (MEDIN, FMB, Edis, WEKU, W+K etc.) einen Repräsentant geschickt hat. Dies bedauert Herr Müller ungemein, da diese Firmen zu aller erst Ihre Meinung nicht kundtun können und zweitens die größte Anzahl an Arbeitsplätze in Faulbach/Breitenbrunn stellen.

Aus Breitenbrunn war keine betroffene Person anwesend (in Breitenbrunn existieren nur ein paar Gewerbebetriebe), Fokus lag somit auf Faulbach.

 

Da keine Industriebetriebe anwesend waren, wurde dieses Themenspektrum auf später verschoben. Auf Grund der intensiven Diskussion dieser Sitzung wurde keine Zeit gefunden, auf dieses Thema weiter einzugehen. Auf Grund dieses Zustands erfolgt seitens des Autors dieses Protokolls, am Ende eine Aufstellung der vermuteten Punkte, welche am wichtigsten für Industriebetrieb sind.

 

Herr Müller erklärte, dass der aktuell Ist-Zustand, sowie der Soll-Zustand im Zuge der Fadenkreuzmethode ausarbeitet werden soll.

 

Zum Ende hin, sollen Lösungsansätze ausarbeitet worden sein um vom aktuellen Zustand in den gewünschten zu kommen.

Daraufhin entbrannte eine hitzige, aber konstruktive, Diskussion über den Standort Faulbach/Breitenbrunn. Dabei kristallisierten sich folgende Punkte heraus:

 

Die wichtigsten IST-Punkte:

 

  • In Faulbach stehen sehr viele Häuser im Innerortsbereich leer, schlechter Einfluss auf Umgebung, Möglichkeit der Bezuschussung durch die Gemeinde/Dorferneuerung um Privatpersonen dazu motivieren Gebäudezustand zu verbessern, dadurch würde ein Investitionsschub ausgehen, von dem heimische Lieferanten überproportional profitieren würden.
  • Aktuell existieren zwei Einkaufzentren, ein drittes entsteht im Zuge Neubau EDEKA Markt, ersichtlich aus folgendem Flurplan von Faulbach. Im Zuge Diskussion wurde ersichtlich, dass es möglich wäre, die beiden Zentren am jetzigen EDEKA Markt mit Einfahrt Speckspitze zu verbinden, sowie neue Parkplätze auszuweisen in diesem Bereich.
  • Durch Umgehungsstraße wird Verkehr um Faulbach herumgeleitet, neues Beschilderungssystem soll Abhilfe schaffen. Autofahrer darauf hinweisen was Faulbach für Einkaufsmöglichkeiten/Gewerbebetrieb hat.
  • Nachwuchssorgen bei vielen Betrieben, Innerortsstruktur in solch einer Weise verbessern, dass auch auswertige nach Faulbach ziehen und natürlich das die Jugend im Dorf bleibt. Weiterhin wurde erwähnt das die Migration von Ausländer auch eine Chance bereithält

Vorhandene Geschäfte haben eine große Stammkundschaft, bieten spezielle Produkte/Leistungen an, haben sich spezialisiert

Wichtigste SOLL-Punkte:

 

  • Ansiedlung von Ärzten (Spezialärzte wie Kinderarzt etc.) in einem möglichen Ärztehaus, steigert Attraktivität. Zieht Personen/Kunden in Dorfkern
  • Ansiedlung von Pflege/Altenheime fokussieren, Idee von Florida von Unterfranken kam auf
  • Kunden sind extrem mobil, dadurch kann Einzelhandel überall angesiedelt werden. Thema wurde ambivalent diskutiert, denn auf der einen Seite soll Ortskern belebt werden, auf der anderen Seite sollen neue Einkaufsmöglichkeiten in Faulbach geschaffen werden, wie z.B. am neuen EDEKA Markt. Dies würde auch zusätzlich Kaufkraft nach Faulbach bringen, da überregionale Anziehungskraft.
  • Attraktivität des Ortskerns erhöhen, bessere Parkmöglichkeiten schaffen, Ortsbild verbessern, eine funktionierende Nahversorgung aufrecht erhalten
  • Mittelgroße Industrie neu ansiedeln und erhalten/unterstützen
  • Stärkung des Tourismus

 

 

Die LÖSUNGSANSÄTZE:

 

  • Stammkundenbindung ausbauen, spezielle Produkte anbieten die kein großes Unternehmen anbietet, eine Authentizität erschaffen sowie eine Persönlichkeit aufbauen, ein Alleinstellungsmerkmal schaffen,
  • Tourismus beleben indem Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden, Steinsäge reaktivieren, spezielle Dienste für Kreuzfahrtschiffe/Frachtschiffe anbieten z. B. Fahrdienst
  • Anreize für Jugend schaffen, dass diese hier einkaufen, z. B. Werbeaktion starten, ein Package zusammenstellen, welche Produkte in Faulbach erhältlich sind, der Jugend ins Bewusstsein bringen was es hier alles gibt, gilt natürlich auch für restliche Altersgruppe
  • Verbindung knüpfen die es vorher nicht gab, Gewerbeverein und Allianz Südspessart
  • Internetauftritt verbessern, welche Einkaufsmöglichkeiten existieren, Angebote publizieren eigene Hompage erstellen, im Zuge Beschilderung ein Ortsplan einbauen
  • Massive Verbesserung der Seniorenbetreuung/Unterbringung, Florida von Unterfranken
  • Allianz Südspessart Doktor in einem Ärztehaus oder mobil
  • Die Entwicklung einer Einkaufsachse forcieren, mit genügend Parkmöglichkeiten (obige Flurkarte), durch Beschilderung können mobile Kunden in den Ortskern geleitet werden, die spezielle Produkte benötigen
  • Einkauferlebnis abhalten, wie z.B. ein grüner Markt, den Hajo-Markt wiederbeleben
  • Zustand des Ortskern verbessern, Attraktivität des Ortes stärken um
  • Einkaufsmöglichkeiten ansiedeln, die es vorher nicht gegeben hat.
  • Aktivierung des Gewerbevereins
  • Markanalyse über Einkaufsverhalten/aktueller Wissensstand der jungen Personen 20-40 jährige durchführen, dazu haben sich bereiterklärt Herr Grehn, Herr Nörr, Hr, Sämann (Metzgerei) Hr. Hörnig, Hr. Schick, sollte im Januar/Februar angegangen werden

 

 

Wichtigste Punkte für Industriebetriebe (Annahme des Verfassers):

 

  • Mittelschule erhalten, bezüglich Bewerber für freie Stellen
  • Flächen für Erweiterungen bereithalten
  • Kommunikationsaustausch zwischen Gemeinde und Betriebe (Treffen)
  • Ort sollte attraktiv für junge Familien sein
  • Humane Steuersätze (Grundsteuer/Gewerbesteuer)
  • Funktionierende Nahversorgung

 

 

Um 22.00 Uhr wurde die Sitzung durch Herr Müller beendet, dieser bedankte sich für die rege Teilnahme.

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